La Digue
La Digue ist die kleinste der drei bewohnten Seychellen-Inseln und die langsamste. Man bewegt sich hier mit dem Fahrrad, nicht mit dem Auto, und erreicht die Insel in 15 Minuten mit der Fähre ab Praslin. Ihr Wahrzeichen ist die Anse Source d'Argent mit ihren geschliffenen Granitblöcken.
Die Insel der Fahrräder
La Digue ist zehn Quadratkilometer klein und hat fast keine Autos. Am Hafen von La Passe leihen Sie ein Fahrrad, und mehr brauchen Sie auf dieser Insel nicht. In einer Stunde radeln Sie einmal um den bewohnten Teil, vorbei an kreolischen Holzhäusern, Vanilleplantagen und Buchten, an denen niemand steht. Die Langsamkeit ist kein Marketing, sondern der tatsächliche Rhythmus der Insel.

Anse Source d'Argent
Die Anse Source d'Argent an der Südwestküste ist der wohl meistfotografierte Strand der Erde. Ihre Granitblöcke, die das Wasser über neunzig Millionen Jahre zu weichen Formen geschliffen hat, stehen im flachen, ruhigen Wasser eines vorgelagerten Riffs. Der Zugang führt durch die alte Kokos- und Vanilleplantage L'Union Estate, wo auch Riesenschildkröten in einem Gehege leben.
Die stillen Buchten
Wer die Bilderbuchbucht hinter sich lässt, findet die eigentliche Ruhe. Die Anse Cocos, die Grande Anse und die Petite Anse an der Ostküste erreicht man zu Fuß über einen Pfad, und an windigen Tagen ist die Brandung dort stark. Die Anse Marron im Süden ist nur mit einem ortskundigen Führer über die Felsen zu erreichen und gehört zu den schönsten Plätzen der Seychellen.
Anreise und Fortbewegung
La Digue erreichen Sie mit der Fähre, meist ab Praslin in fünfzehn Minuten, mehrmals täglich. Ab Mahé fahren Sie entweder über Praslin oder mit einer durchgehenden Verbindung, die rund eineinhalb Stunden dauert. Auf der Insel selbst gibt es fast keine Autos. Am Hafen von La Passe leihen Sie ein Fahrrad, und damit erreichen Sie den ganzen bewohnten Teil der Insel. Für Gepäck, weite Wege oder eingeschränkte Mobilität stehen einige Elektro-Buggys und wenige Taxis bereit. Das Rad aber ist der eigentliche Rhythmus La Digues.
L'Union Estate und die Geschichte
Der Weg zur Anse Source d'Argent führt durch L'Union Estate, eine alte Kokos- und Vanilleplantage, die heute ein kleines Freilichtmuseum ist. Sie sehen die alte Ölmühle, in der Ochsen einst Kokosnüsse pressten, einen kolonialen Herrensitz und ein Gehege mit Riesenschildkröten. La Digue lebte über Generationen von Kokos und Vanille, ehe der Tourismus kam, und diese Geschichte ist auf der Insel bis heute sichtbar, in den kreolischen Holzhäusern und im langsamen Takt des Alltags.
Wo Sie wohnen und wie lange Sie bleiben
La Digue hat keine großen Resorts, sondern überwiegend kleine Gästehäuser und ein paar mittelgroße Hotels, die meisten rund um La Passe und an der Anse Réunion. Viele Reisende kommen nur für einen Tagesausflug, und das reicht für die Anse Source d'Argent und eine Runde mit dem Rad. Wer aber die stillen Ostbuchten, die Anse Marron und den Sonnenuntergang ohne Tagesgäste erleben will, sollte ein bis zwei Nächte bleiben. Nach der Abfahrt des letzten Boots wird La Digue zu einer der ruhigsten bewohnten Inseln des Indischen Ozeans.
Höhepunkte
- Anse Source d'Argent — Granitblöcke und Korallensand, der meistfotografierte Strand der Welt.
- L'Union Estate — Historische Vanille- und Kokosplantage mit Riesenschildkröten.
- Anse Cocos & Grande Anse — Wilde Ostküstenbuchten, zu Fuß über einen Pfad erreichbar.
- Anse Marron — Nur mit Führer über die Felsen erreichbar, leer und unberührt.
- Nid d'Aigle — Der höchste Punkt der Insel, 333 Meter, Blick über das ganze Archipel.
Häufige Fragen
Braucht man auf La Digue ein Auto?
Nein. Auf La Digue fährt man Fahrrad. Es gibt einige wenige Elektro-Buggys und Taxis für Gepäck oder Menschen mit eingeschränkter Mobilität, aber der normale Weg über die Insel ist das Rad.
Wie kommt man nach La Digue?
Mit der Fähre ab Praslin in 15 Minuten, mehrmals täglich. Ab Mahé fährt man erst nach Praslin und steigt dort um, oder nimmt die durchgehende Verbindung, die rund eineinhalb Stunden dauert.
Reicht ein Tagesausflug nach La Digue?
Ein Tag reicht für die Anse Source d'Argent und eine Runde mit dem Rad. Wer die stillen Ostbuchten und die Anse Marron erleben will, sollte ein oder zwei Nächte bleiben, denn nach der Abfahrt der Tagesgäste wird es ruhig.




